Robert Seemann (1945-2010)

 

Robert Seemann wurde am 7. 12. 1945 in Wien geboren. 1964 begann er mit dem Studium der Chemie und Physik, wechselte dann das Hauptfach auf Mineralogie-Petrographie. Das Thema seiner Promotion im Jahr 1974 lautete „Die Genese der Pyrite der Karstgebiete der nördlichen Kalkalpen“. Bereits am 1. 9. 1971 wurde er im Naturhistorischen Museum in der Mineralogisch-Petrographischen Abteilung angestellt und seit 1978 war er Kurator der Gesteinssammlung und später auch der Lagerstättensammlung. Robert Semann erhielt 1982 das goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich, und wurde am 1. Jänner 1996 zum Hofrat ernannt. Seit 1. 1. 2004 war er Direktor der Mineralogisch-Petrographischen Abteilung.

 

Robert Seemann führte zahlreiche interdisziplinäre Projekte durch, die hauptsächlich speläologische und/oder mineralogische Themen behandelten (z.B. Mineralien und Bergbau der Tauern, inklusive dem Schaubergwerk Hochfeld; Höhlen der Kalkalpen; die Alistrati-Höhle in Griechenland; Al-Hoota-Höhle im Oman). Außerdem organisierte er mehrere große Ausstellungen als Teil der Öffentlichkeitsarbeit des Museums. Seine Freunde und Kollegen schätzten ihn als warmherzige und stets freundliche Persönlichkeit. Am 20. 12. 2012 verstarb er plötzlich.

 

Wir verweisen auf einen ausführlichen Nachruf.