Mikrokosmos

Der "Mikrokosmos-" oder "Ernst Haeckel-Saal" ist den kleinsten Vertretern der Tier- und Pflanzenwelt gewidmet: winzige Einzeller, Wasserflöhe und Insektenlarven können auf einer Leinwand in Großprojekten beobachtet werden - während des "3D Mikrotheaters" sogar live und dreidimensional.


 

Saal 21 - Mikrokosmos- oder "Ernst Haeckel-Saal"

In diesem Saal haben die Besucher Gelegenheit, selbst aktiv zu werden und Details wie die Schuppen auf Schmetterlingsflügeln, Pfauenfedern, Hundeflöhe oder Wollgrassamen unter hochwertigen Mikroskopen zu betrachten. Nach den Mikrotheatervorstellungen kann unter fachkundiger Anleitung mikroskopiert werden. Auch durch die Doppelokulare auf der Rückseite der Zuschauertribüne kann man 3-D-Bilder betrachten - wie die begeisterten Wiener des 19. Jahrhunderts im Kaiserpanorama.

 

Der Saal 21 ist wie ein begehbares Bühnenbild gestaltet und ganz im Stil der Wissenschaftsromantik des 19. Jahrhunderts gehalten. Die Fenster werden durch Ernst Haeckels (1834 - 1919) berühmte „Kunstformen der Natur“ verdunkelt. Die detailgetreuen Darstellungen filigraner Radiolarien und anderer winziger Einzeller vermitteln einen Eindruck von den neuen Welten, die sich den Wissenschaftlern des 19. Jahrhunderts durch die Erfindung des Lichtmikroskops eröffneten. Haeckels Zeichnungen setzten nicht nur neue Maßstäbe im Bereich der Naturwissenschaften, sondern beeinflussten auch die Jugendstilkunst, vor allem Schmuckdesign und Architektur-Dekor.

 

Die modernen Gegenstücke zu Haeckels Zeichnungen wurden von den Künstlern Pedro Galliker und Hans Dappen angefertigt: vergrößerte Modelle verschiedener Mikroorganismen hängen von der Decke und sind in den Wandvitrinen ausgestellt.

Ausgewählte Objekte

Das schönste Tier unter dem Mikroskop: die Süßwasser-Schwebegarnele Limnomysis benedeni. Als Zuwanderer aus unseren östlichen Nachbarländern ist diese Art erst seit ca. 25 Jahren in Österreich heimisch.
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Dieser Raupenhüpferling aus der Gruppe der Ruderfußkrebse gewährt uns interessante Einblicke in sein Innenleben. Der rote Fleck an der "Stirn" ist das Lichtsinnesorgan.
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Larven der Büschelmücke Chaoborus crystallinus im Dunkelfeld. Die feinen Muskelfasern im Körper schillern durch Lichtbrechung in allen Regenbogenfarben.
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Der Strahlenstern ist eine besonders schöne Zieralgenart. Deutlich ist im inneren der Zelle der Chloroplast zu erkennen, welcher das biochemische Wunder der Photosynthese vollbringt.
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Rot oder tot! Schlammröhrenwürmern und Roten Mückenlarven ermöglicht der rote Blutfarbstoff Hämoglobin das Überleben in sauerstoffarmen Gewässern.
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