Dr. Karin Wiltschke-Schrotta

Position:

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Kuratorin, interimistische Leitung

Aufgabenbereich:

  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin
  • Kuratorin der Röntgenbildsammlung
  • Planung und Koordination von Ausstellungsvorhaben
  • Bibliotheksarbeiten
  • Öffentlichkeitsarbeit

Kontakt:

Telefon: +43 1 52177-570
Fax: +43 1 52177-230
  • Der Dürrnberg bei Hallein - Ein Zentrum keltischer Kultur am Nordrand der Alpen: Die Menschen vom Dürrnberg.  Mit dem Salzabbau brachten es die am Dürrnberg vom 5.-3. Jahrhunderts vor Christi lebenden Kelten zu einem enormen Reichtum. Dies spiegelt sich in den außergewöhnlichen Beigaben in den Gräbern wider. Wie haben diese Leute gelebt- Wie gesund waren sie- Bis jetzt wurden ca. 350 Gräber mit über 600 menschlichen Überresten in verschiedenen Gräberfeldern geborgen. Die Skelette, wie auch die Überreste der Leichenverbrennungen werden anthropologisch werden gemeinsam mit den archäologischen Befunden seit 2012 systematisch ausgewertet und vorgestellt. Dieses Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Keltenmuseum Hallein.
  • Menschen- und Tierdepositionen. Opferkult in Stillfried?
    FWF-Projekt von Dr. Irmtraud Hellerschmid P22755
    Bearbeitung der menschlichen Skelettfunde aus den bei archäologischen Ausgrabungen geborgenen Analgen mit "kultischem Charakter" in Stillfried an der March.
  • Das Endneolithikum im Unteren Traisental - Erstmals wurde in dem FWF-Projekt P18131 2005-2008 (Projektleiterin Daniela Kern) zusammen mit Dr. Berner alle Skelettfunde dieser Zeitstellung und Region einheitlich anthropologisch befundet. In Zusammenarbeit mit den Archäologen ist eine umfassende Gesamtpublikation geplant.
  • Das awarische Gräberfeld von Frohsdorf /NÖ.- Die menschlichen Überreste der Grabung aus dem FWF- Projekt P16593 (Projektleiter Falko Daim 2003-2007) in Frohsdorf wurden anthropologisch untersucht. Im ersten Projekt wurden die Reste von 227 Individuen untersucht. Das Folgeprojekt startet 2009 und neue Funde werden erwartet. Erst danach wird eine Gesamtauswertung angestrebt.
  • Die Menschen von Mödling in der Awarenzeit. Wiltschke-Schrotta Karin, Berner Margit, Naturhistorisches Museum Wien: Das awarische Gräberfeld von Mödling - An der goldenen Stiege - wurde zwischen 1967 und 1973 archäologisch erfasst und stellt mit fast 550 Gräbern den bislang größten und reichsten awarischen Bestattungsplatz im heutigen Niederösterreich dar. Bei Fundkomplexen dieser Größenordnung können moderne statistische Auswerteverfahren angewendet werden und die historischen Aussagemöglichkeiten sind entsprechend weit gesteckt. Das archäologische Fundmaterial wird derzeit für eine Gesamtveröffentlichung ausgewertet. Die umfangreiche Arbeit zu den Skeletten aus Mödling soll gemeinsam mit der archäologischen Auswertungen (Dr. Daim, DDr. Stadler, Dr. Distelberger) vorgestellt werden.
  • Human remains on display. Fellowship 1999/2000 in Museum Practice, Smithsonian Institution, Washington. Wiltschke-Schrotta Karin: How can human remains be displayed in a manner which both respects and reflects their humanity- Whenever we as curators put human remains on display in a museum, we are faced with this question, and with a range of overlapping and often conflicting concerns. While we display human remains for their scientific and educational value, and as a way of satisfying the natural curiosity of the visiting public, which wishes to know more about its own species, we surely know that human curiosity takes many forms, ranging from the coolly scientific to the frankly morbid. We know too that different cultures, and religious groups within one culture, hold different belief systems related to the human body, both in life and in death, and have different ideas of what it means to treat human remains with proper respect. This situation as a whole creates a significant problem for curators and organizers of exhibits all over the world in which human remains are on display, and it often also creates a problem for the viewing public.

 

  • Studium Humanbiologie und Zoologie an der Universität Wien.
  • Seit 1995 angestellt im Naturhistorischen Museum als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kuratorin der Röntgenbildsammlung. Forschungsschwerpunkte: Osteologie, Gräberfeldanalysen, Paläopathologie, Museologie
  • 1995 Lehrauftrag an der Univ. Texas in San Antonio, Center for Archaeological Research
  • 1995-2002 Lehrauftrag an der Universität Wien, Institut für Anthropologie
  • 1999-2000 Fellowship in Museum Practice "Human remains on Display", Smithsonian Institution, Wahington DC, USA
  • seit 2002 div. Lehraufträge Univ. Wien, Institut für Ur-u. Frühgeschichte und Institut für Geschichte
  • 2007 Fortbildung "Collection Care and Management" 23.-27.4.2007 Stockholm SYNTHESYS

Ausgewählte Publikationen


Wiltschke-Schrotta, K., Wendling H., 2015: Eisenzeitliche Schädelrondelle vom Dürrnberg bei Hallein. Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, 145: 187–200.

Wendling, H., Wiltschke-Schrotta K. 2015: Der Dürrnberg bei Hallein. Die Gräbergruppe am Römersteig (Dürrnberg-Forschungen. IV. Abt. Gräberkunde). Bd. 9. Dürrnberg-Forschungen. Rahden/Westf.: VML Verlag Marie Leidorf GmbH.

Tiefengraber, G., Wiltschke-Schrotta K., 2015: Der Dürrnberg bei Hallein: Die Gräbergruppen Lettenbühel und Friedhof (Dürrnberg-Forschungen. IV. Abt. Gräberkunde). Bd. 8. Dürrnberg-Forschungen. Rahden/Westf.: VML Verlag Marie Leidorf GmbH.

Scharrer-Liška, G., Cichocki O., Wiltschke-Schrotta K., 2015: „Wooden Coffins in the Avar-Period Cemetery in Frohsdorf, Lower Austria." Open Archaeology 1.1 (2015).“ Open Archaeology, De Gruyter open, 1 (1): 54–78. DOI 10.1515/opar-2015-0001.

Tiefengraber, G., Wiltschke-Schrotta K., 2014: Der Dürrnberg bei Hallein. Die Gräbergruppe Hexenwandfeld. Bd. 7. Dürrnberg Forschungen. Rahden/Westfalen: Verlag Marie Leidorf.


Wiltschke-Schrotta K. 2014: Human bone remains. In Coolen J., Mehler N.: Excavations and Surveys at the Law Thing Holm, Tingwall, Sheltland. An Iron Age settlement and medieval assembly site, BAR British Series 592, 117.

Grill C., Wiltschke-Schrotta K. 2013: Anthropologische und archäozoologische Untersuchungsergebnisse des Leichenbrandes. In Egg M., Kramer D. (Hrsg) Die hallstattzeitlichen Fürstegräber von Kleinklein in der Steiermark: Der Kröllkigel. Monographien des Römisch Germanischen Zentralmuseums Band 110, 33-59.

Wiltschke-Schrotta K. 2013: Gebohrt, gesägt, geschabt – Schädeloperationen (Trepanationen) bei der latènezeitlichen Bevölkerung vom Dürrnberg bei Hallein, Österreich. Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien 143, S 149-167.

Wiltschke-Schrotta K, 2013: Anthropologische Befunde der Skelettreste aus den Hügelgräbern von Thunau. In Breibert W. Frühmittelalterliche Hügelgräber auf der Schanze von Thunau am Kamp, Niederösterreich. Archaeologia Austriaca, 94/2010, 140-146.

Wiltschke-Schrotta K., 2013: Spätantike Bestattungen auf der Keplerwiese. In Ruprechtsberger E.-M. und Urban O.-H.: Vom Keltenschatz zum frühen Linze (Begleitband zur Ausstellung). Linzer Archäologische Forschungen  Band 43, 155-161.

Tiefengraber G., Wiltschke-Schrotta K., 2013: Der Dürrnberg bei Hallein, Die Gräbergruppe Moserfeld Osthang. Dürrnberg Forschungen Band 6, 1- 356. Verlag Marie Leidorf GmbH, Rahden Westf.

Wiltschke-Schrotta K., 2013: Archäologische Interpretationen – Anthropologische Fakten. In R. Karl, J. Leskovar (Hrsg.), Interpretierte Eisenzeiten. Fallstudien, Methoden, Theorie. Tagungsbeiträge der 4. Linzer Gespräche zur interpretativen Eisenzeitarchäologie. Studien zur Kulturgeschichte von Oberösterreich 31, 135-138.

Moser S., Tiefengraber G., Wiltschke-Schrotta K., 2012: Der Dürrnberg bei Hallein. Die Gräberguppen Kammelhöhe und Sonneben. Dürrnberg Forschungen Band 5. Verlag Marie Leidorf GmbH, Rahden/Westf.

Wiltschke-Schrotta K. 2012: Die menschlichen Knochenreste aus der latènezeitlichen Siedlung am Putzenfeld, Hallein Dürrnberg, Salzburg. Annalen des Naturhist. Museums 114. 139-148.

Cemper-Kiesslich J., Wiltschke-Schrotta K., Neuhuber F., Tutsch-Bauer E., Leskovar J., Moser St. 2012: Kelten-DNA? Molekulararchäologische Betrachtungen zur ethnischen Zugehörigkeit im kulturhistorischen Kontext. In R. Karl, J. Leskovar (Hrsg.), Interpretierte Eisenzeiten. Fallstudien, Methoden, Theorie. Tagungsbeiträge der 4. Linzer Gespräche zur interpretativen Eisenzeitarchäologie. Studien zur Kulturgeschichte von Oberösterreich 31, 123-134.


Tobias B., Wiltschke-Schrotta K., Binder M., 2010: Das langobardenzeitliche Gräberfeld von Wien-Mariahilfer Gürtel. Mit einem Beitrag zur künstlichen Schädeldeformation im westlichen Karpatenbecken. Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz, Bd. 57, Nr. 1 (2010).


Wiltschke-Schrotta K., 2010: Leichenbranduntersuchungen eine anthropologische Herausforderung. Schriften zur Archäologie und Archäometrie an der Paris Lodron Universität Salzburg, Band 2, 57-62.

Kern D., Wiltschke-Schrotta K., 2010: Nicht nur „Prachtvolle, liegende Hocker“ – endneolithische Altfunde aus Frauenhofen und Gars am Kamp, VB Horn, Niederösterreich. Archaeologia Austriaca 92, 2008,
19-34.

Wiltschke-Schrotta K., Cemper-Kiesslich J., Höger A.-M. 2009: Die badenzeitlichen Skelette von Ratzersdorf/Traisen, Niederösterreich. Fundber. Österr. 47 (2008), 151-166.

 

Traeger V., Wiltschke-Schrotta K., 2008: Venus von Willendorf, Vom diluvialen Dornröschen zum Dauerbrenner im World Wide Web. MAGW 138, 2008, 129-149.

 

Wiltschke-Schrotta K. 2008: Evaluation Report of the Celtic Night 2007. VIAS 2, 75-82.

 

Wiltschke-Schrotta K., Stadler P. 2005: Beheading in Avar times (630-800 A.D.). Acta medica Lituanica, Vol. 12 No 1, p58-64.

 

Wiltschke-Schrotta K., 2004/2005: Manipulierter Körper - Gedanken zur künstlichen Schädeldeformation. MAGW Band 134/135, 11-27.

 

Wiltschke-Schrotta K., Pany D., 2002: Das völkerwanderungszeitliche Kinderskelett von Schwarzenbach-Burg, Bezirk Wr. Neustadt, Niederösterreich mit künstlich deformiertem Schädel. Archaeologia Austriaca Band 86/2002, 149-161.

 

Wiltschke-Schrotta K., Pany D., Böhm H, 2002: Experimentelle Archäologie und Öffentlichkeit - eine Evaluation, Archäologie Österreichs 13/1, S 21-27.

 

Wiltschke-Schrotta Karin, 2000: Human remains on display. Fellowship 1999/2000 in Museum Practice, Final Report, Smithsonian Institution, Washington. http://museumstudies.si.edu/Fellowships/FMPFinalReportSchrotta.htm

 

Wiltschke-Schrotta K., 1999: Die Kinderskelette aus der laténezeitlichen Siedlung Ramsautal/Dürrnberg. In Dürrnberg - Forschungen Band 2, S113-127.

 

Wiltschke-Schrotta K., 1999: Zur Evolution der Geburt. In Manualtherapie bei Kindern. H. Biedermann ed. S89-98, Enke Verlag-Stuttgart.

 

Wiltschke-Schrotta K., Berner M.E., 1999: Distribution of tuberculosis in the skeletal material of eastern Austrian sites. In Tuberculosis Past and Present G. Pálfi et al. Eds., p 541-548. GB TB-Foundation

 

Berner M.E., Wiltschke-Schrotta K., 1999: Estimation of the Onset of Bone Atrophy. Coll Anthropol. 23, 425-431.

 

Wiltschke-Schrotta K., 1993/94: Anthropologische Untersuchungen der frühmittelalterlichen Skelette aus Straß im Straßertal, Niederösterreich. Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien , Band 123/124, S445-457.

 

Wiltschke-Schrotta K., Teschler-Nicola M., 1991: Das spätantike Gräberfeld von Lentia/Linz. Linzer Archäologische Forschungen Bd. 19, 23-266.

 

Wiltschke-Schrotta K., Teschler-Nicola M., 1989: Anthropologische Untersuchung der frühmittelalterlichen Skelettfunde aus Horn, Niederösterreich, mit besonderer Berücksichtigung der krankhaften Veränderungen des Skelettes aus dem Thalhammerschen Ziegelofen. ArchA 73, 117-132.

 

Wiltschke-Schrotta K., 1988: Das frühbronzezeitliche Gräberfeld von Franzhausen I - Analyse der morphologischen Merkmale mit besonderer Berücksichtigung der epigenetischen Varianten. Unpub. Ph.D. thesis, University of Vienna.


Ausgewählte Vorträge und Präsentationen:

"Trepanation - A world wide technique of skull surgery." Wiltschke-Schrotta K., 2nd Paleopathology Association South American Meeting, Santiago, Chile Nov. 14-16, 2007.

 

"Beheading in Avar times." Wiltschke -Schrotta K., International Scientific Conference “200 Years of Lithuanian Anthropology: Modern Trends, History, Relation to Medical Practice and Humanities” 425th Anniversary of Vilnius University, Litauen 2004 .

 

 "A New find of an artificially deformed skull in Austria." Wiltschke-Schrotta K., Pany D., Berner M(Poster) 14th European Meeting of the Paleopathology Association, Coimbra, Portugal, 2002."Menschliche Überreste im Ausstellungswesen - Gedanken einer Kuratorin zu den kulturellen Hintergründen.Tagung: Tod und Museum - Wenn der Tod zum Ausstellungsthema wird..., ethische und konservatorische Überlegungen zur Präsentation von Toten in Museen.", Kongresssaal im Pastoralzentrum, Bozen 3. Juni 2000.

 

„Human Remains On Display - Curatorial and Cultural Concerns" Karin Wiltschke-Schrotta, Douglas Ubelaker, (Poster) 69th Annual Meeting of the American Assiciation of Physical Anthropologists, San Antonio, 10-15.4.2000

 

„Die Evolution der Geburt" interdisziplinäres Symposium „EUMANMED II" in Hamburg, 9. 10.1999

 

„Distrubution of Tuberculosis in Skeletal Material of Austria", Wiltschke-Schrotta K., Berner M: Poster beim International Congress-The Evolution and Palaeoepidemiology of Tuberculosis, Szeged 4-7.9.1997.

Osteologie, Gräberfeldanalysen, Paläopathologie, Museologie

Ausstellungstätigkeit:

 

Mitbeteiligt an der Neugestaltung der anthropologischen Schauräume im Naturhistorischen Museum Wien - Eröffnung Jänner 2013.
1999 mitbeteiligt an der Planung einer Ethologieausstellung unter der Leitung von Dr. Atzwanger menschen verhalten - in Planung, siehe auch Öffentlichkeitsarbeit

Adaptation, Enrichment, Koordination/ Nachbetreuung folgender Sonderausstellungen im Naturhistorischen Museum:


„Dein Gehirn kann mehr als du denkst"


Wanderausstellung des Experimentariums Kopenhagen; Installationsorganisation, Enrichment für das NHM (22.9.99 ? 12.3.2000). Begleitheft „Kleine Zellen große Leistung" erhältlich. Diese interaktive Sonderausstellung gab den Besuchern die Möglichkeit, die faszinierend vielfältigen Fähigkeiten des Gehirns zu entdecken, ihre Persönlichkeit und Intelligenz zu testen und ihren eigenen Schlaf zu beobachten. Sie wurde für Wien erstmals auf Deutsch übersetzt und tourt weiter durch Europas gro§e Museen.


„Alle verwandt, alle verschieden"

Sonderausstellung des Museé de l´Homme, Paris; Organisation und Leitung der Sonderausstellung in Wien vom 5.11.1997 - 3.7.1998. Plakat erhältlich. Die Ausstellung zeigt die biologischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede aller Menschen. siehe auch Diversa
Plakat zur Sonderausstellung "Alle verwandt, alle verschieden" im Naturhistorischen Museum.


„Der Zweite Blick - 100 Jahre Röntgentechnologie"

Wanderausstellung des Technischen Museums Wien; (2.10.1996 - 16.2.1997) Begleitheft auf Anfrage erhältlich. Das 100-Jahr Jubiläum war der Anlaß für diese Sonderausstellung.