Der Mond als natürlicher Zeitgeber

Mittwoch, 11. Dezember 2019, 18:30 Uhr | NHM Vortrag
Kristin Teßmar-Raible

“LUNA ALIT OSTREA ET IMPLET ECHINOS” Lucilius, ca. 150 v.Chr
Der Ausspruch des Römers Lucilius - „Der Mond läßt die Muscheln wachsen und vergrößert die Seeigel” -  zeigt, dass schon in der Antike über einen Einfluss des Mondes auf die Größe bestimmter mariner Organismen berichtet wurde. Was zunächst etwas seltsam anmuten mag, lässt sich biologisch erklären. Wissenschaftliche Arbeiten der letzten 150 Jahre zeigen einen klaren zeitlichen Zusammenhang zwischen der Reifung der Keimdrüsen, also der Eierstöcke und Hoden verschiedener mariner Organismen und den Mondphasen. Die Tatsache, dass bei Seeigeln und Muscheln die Keimdrüsen einen Großteil des Körpergewichtes ausmachen, erklärt dann auch, warum diese Tiere im Rhythmus des Mondes größer und auch wieder kleiner werden. Warum aber hängt die Reifung der Keimdrüsen bei vielen Meeresorganismen vom Mond ab? Und inwieweit lässt sich ein Einfluss des Mondes auf andere Organismen feststellen?

 
NHM Wien Vortrag

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