Die Bau- und Dekorgesteinssammlung

Die Bau- und Dekorgesteinssammlung im NHM Wien ist eine der reichsten und ältesten der Welt. Nur ein kleiner, repräsentativer Teil davon ist im Saal I zu sehen, der Rest befindet sich im Kellerdepot des Museums, wo er als Datenbank für interessierte Architekten, Steinmetze, Restauratoren, Historiker und Künstler dient.
 

Die meistgefragten Informationen zu einem Bau- oder Dekorgestein sind die genaue Herkunft, idealerweise die genauen Angaben zum Steinbruch, sowie Farb- und Texturvarietäten.
 
Die Sammlung geht auf die Initiative von Felix Karrer (1825-1903) zurück, der jahrelang freier Mitarbeiter an der Mineralogisch-Petrographischen Abteilung des k. k. naturhistorischen Hofmuseums war und der seinen Beitrag zur Sammlung mit einem kleinen Grundstock von Bau- und Pflastersteinen lieferte.
 
Nach einer Schenkung der Union-Baugesellschaft entstand 1878 die Idee, ein umfassendes Archiv der wichtigsten Bau- und Dekorgesteine anzulegen. Mit den Gesteinen, die für die Wiener Ringstraßengebäude benutzt wurden, wuchs die Sammlung sehr schnell auf über 7.000 Stück. Karrer übernahm die genaue Beschreibung und Registrierung. Eine weitere Baugesteinssuite (über 2.000 Objekte) wurde dem NHM Wien vom Österreichischen Ingenieur- und Architekten-Verein geschenkt. Heute beinhaltet die Sammlung mehr als 10.000 Objekte und wächst ständig, dank Schenkungen und eigenen Aufsammlungen.
 
In einer Wandvitrine im Saal I werden seit 2015 verschiedene ausgewählte Objekte neu ausgestellt, um die Vielfalt an österreichischen und europäischen Gesteinen und anderen Baumaterialien zu zeigen, die von der Antike bis heute verwendet wurden.
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