restaurierung von keramik

 

Um die Objekte der Sammlungen des Naturhistorischen Museums oder die Neufunde aus den Forschungsgrabungen der Prähistorischen Abteilung zu erhalten, sind mitunter sehr unterschiedliche Restaurierungsarbeiten notwendig. Die Restauratorin und die Restauratoren des Hauses reinigen, rekonstruieren und konservieren die Objekte unter Berücksichtigung der verschiedenen Materialien und deren spezifischen Eigenschaften.
Der größte Teil der Keramikfunde, die die Restauratoren bearbeiten, stammt aus den aktuellen Ausgrabungen in Hallstatt, Roseldorf, Brunn am Gebirge und Grub am Kranawetberg.
Die Keramik wird zunächst - sofern ihr Erhaltungszustand keine Sonderbehandlung erfordert - chemisch oder mechanisch gereinigt. Danach werden alle aneinander anpassenden Fragmente gesucht und zusammengeklebt. Gerade bei Funden aus Gräbern, in die die keramischen Objekte als Grabbeigaben gelangt sind, gelingt es dabei nicht selten, das ganze Gefäß zumindest weitgehend wieder herzustellen. Fehlende Fragmente werden in solchen Fällen durch Gips ergänzt und passend zur Farbe des Gefäßes koloriert. Oft ist es darüber hinaus notwendig, die Gefäße mit unterschiedlichen Mitteln zu festigen wie z. B. Kunstharzlösungen, KSE und andere.

 

Neben den Neufunden aus den hauseigenen Forschungsgrabungen müssen die Restauratoren aber auch immer wieder Altfunde aus dem Depot überarbeiten, deren Restaurierung im Laufe der Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte schadhaft geworden ist. Dabei müssen die Objekte in der Regel von alten Restauriermitteln  befreit werden, bevor man sie - ähnlich den Neufunden - weiterbearbeitet.