hall-impact: mensch, landschaft, umwelt in einer salzregion

 

Hall-Impact wird von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) gefördert und am Naturhistorischen Museum Wien durchgeführt.


Das Projekt  befasst sich mit der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung der prähistorischen Salzbergwerke im Hallstätter Hochtal und deren Umgebung (Salzkammergut, Niedere Tauern, Voralpenland). Landschafts- und umweltarchäologische Fragestellungen stehen hierbei im Vordergrund. Der chronologische Rahmen umfasst die Bronze- und die Ältere Eisenzeit (20.-4. Jh. v. Chr.).


Die archäologischen Fundstellen im “Salzbergtal” 400 m über dem historischen Bergbauort Hallstatt nehmen in der europäischen Kultur- und Wirtschaftgeschichte einen besonderen Platz ein. Dank der einzigartigen Erhaltungsbedingungen zählen die prähistorischen Salzbergwerke zu den bedeutendsten archäologischen Denkmälern Europas. Die beträchtliche Größe der Abbaureviere, die effiziente Organisation und der stark arbeitsteilige Produktionsablauf setzen diese Struktur von zeitgleichen Produktionseinheiten ab.


Hall-Impact befasst sich mit folgenden Fragestellungen:


1) Bedeutung der natürlichen Bedingungen (vorhandene Ressourcen, Klima, Topografie) für die Wirtschaftsstrukturen der Region und die Lebensbedingungen der Bergbaugemeinschaft
2) Diversität und Komplexität der Wirtschaftsstrukturen der Salzbergwerke: Bergbau, Handel, Versorgung
3) Bedeutung der Bergbautätigkeit für die Kultur- und Wirtschaftsentwicklung der Region. War der Salzabbau der einzige treibende Faktor?
4) Netzwerke: durch welche Mechanismen und auf welchen Ebenen war die Bergbaugemeinschaft mit  der „Außenwelt“ verbunden?
5) Veränderungen und Gleichläufigkeiten in Wirtschaftsstrukturen, Landnutzung und Mensch-Umweltbeziehungen von der Bronze- in die Ältere Eisenzeit.


Das Projekt ist stark interdisziplinär ausgerichtet. Anthropologische, dendrochronologische, dendroklimatologische und palynologische Untersuchungen bilden neben landschaftsarchäologischen Analysen das Fundament der Modellbildung.

 

Projektleitung: Mag. Kerstin Kowarik


Partner: Dr. Fritz-Eckart Barth (NHM Wien), Dr. Michael Doneus (Universität Wien), Martin Fera (Universität Wien), Dr. Ruth Drescher-Schneider, Dr. Michael Grabner (BOKU Wien), Dr. Anton Kern (NHM Wien), Franz Mandl (ANISA), Mag. Doris Pany (NHM Wien), Mag. Hans Reschreiter (NHM Wien), Mag. Hans Rudorfer, Dr. Georg Tiefengraber, Mag. Susanne Tiefengraber


Kooperationen: Prof.Dr. A. Borsdorf (ÖAW), Dr. Heinz Gruber (BDA OÖ), Prof.Dr. Bernhard Hebert (BDA), Dr. Jutta Leskovar (OÖLM), Prof.Dr. Roland Schmidt (ÖAW), Dr. Stefan Traxler (Gesellschaft für Archäologie in Oberösterreich), Prof.Dr. Otto Urban (Universität Wien)