friedrich martin berwerth (1850-1918)

Geboren am 16. 11. 1850 in Schäßburg in Siebenbürgen, als Sohn eines Apothekers. Nach Absolvierung des Gymnasiums studiert Berwerth an den Universitäten in Wien, Graz und Heidelberg. Das Studium der Medizin bricht er ab und wendet sich den Naturwissenschaften zu. 1874 wird er Assistent bei G. Tschermak am Mineralogisch-Petrographischen Institut der Universität Wien, wechselt aber noch im gleichen Jahr als Assistent an das k.k. Hofmineralien Cabinet. 1885 wird er Kustosadjunkt am k.k. Naturhistorischen Hofmuseum, 1888 Kustos und 1895 Leiter der Mineralogisch-Petrographischen Abteilung. 1904 wird er zu deren Direktor bestellt.

 

Anfänglich Mineralanalytiker wendet er sich bald der Petrographie zu. In diesem Fachgebiet habilitiert er sich 1888 als Privatdozent an der Universität Wien, wo er 1907 ordentlicher Universitätsprofessor wird.

Am Beginn seiner Tätigkeit an der Abteilung steht die Übersiedlung aus den Räumlichkeiten in der Hofburg in das neue Haus am Ring. Er überwacht auch die 1879 begonnene Neunumerierung aller Sammlungsbestände sowie Verpackung und Transport in die neuen Räume. Die Gesteinssammlung wird von ihm hier eingeordnet und die Aufstellung der petrographischen Schausammlung entworfen. Ein besonderes Anliegen war ihm aber die Pflege und die Erweiterung der Meteoritensammlung. Berwerth stirbt am 22. 9. 1918 in Wien.

 

Wir verweisen auf einen ausführlichen Nachruf.