naturhistorisches museum exkursionen


Seit der Gründung der Abteilung PR & Marketing 2003 gab es die Idee, dass das NHM Reisen unter der Leitung von Wissenschaftlern des Hauses anbietet. In Anlehnung an die Angebote des American Museum of Natural History (New York) ist dabei qualitativ hochwertige Reiseleitung, die die Forschungsarbeit des Museums intensiv einem interessierten Publikum vermittelt, von Anfang an das zentrale Anliegen der Abteilung gewesen.
Unter der neuen Direktion ist es gelungen, dieses Projekt zu reaktivieren, und läuft seit 2012  unter dem Titel „NHM - Exkursionen“.
Die letzte NHM-Exkursion  -  eine Reise von Peter Sehnal geleitet – ging Ende 2015 nach Nicaragua.
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Im Jahr 2016 wenden wir uns der entgegengesetzten Himmelsrichtung zu:

Nach Borneo …
Eine geführte Studienreise

vom 27.09. bis 13.10.2016
Von Silke Schweiger (Herpetologische Sammlung NHM) und Thomas Wampula (Tiergarten Schönbrunn)

Lassen Sie sich von Frau Silke Schweiger auf diese besondere Reise einstimmen:
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Borneo! Die dunklen,feuchten Wälder der drittgrößten Insel der Welt sind von einer geheimnisvollen Mystik,die an die Tiefen des Amazonas und des Kongos erinnern.
Auf den Spuren berühmterForschungsreisender und Abenteurer wie Alfred Russel Wallace besuchen wir diemannigfaltige Tier- und Pflanzenwelt dieser am Äquator liegenden Insel. Während Wallace auf seinen abenteuerlichen Reisen noch Orang-Utans und tropische Vögel für westliche Museen und private Sammler schoss, besuchen wir die Station in Sepilok in Sabah, die sich der Rettung der letzten „Waldmenschen“ verschrieben hat.
Längst ist Borneo nicht mehr die grüne Hölle voriger Jahrhunderte – die Gier nach Tropenholz und die Rodung für Palmölplantagen ließen große Teile des Regenwaldes schwinden. Auch die einst so gefürchteten Iban nehmen heute keine Köpfe mehr, sondern gehen herkömmlichen Berufen nach. Noch immer lockt die Insel mit ihrem unglaublichen Artenreichtum und Endemismus (Tier-und Pflanzenarten, die nur hier vorkommen).
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Wir besuchen die Nasenaffen in den Mangrovewäldern im kleinen Sultanat Brunei, das neben Kalimantan,das zu Indonesien gehört, und dem malaiischen Sabah und Sarawak der dritte Staat auf Borneo ist. In den Baumkronen schwingen Gibbons, und Riesenflughörnchen gleiten durch die Nacht. Die riesigen Hornbills oder Nashornvögel sieht und hört man vor allem regelmäßig, und gewaltige Schwärme von Fledermäusen starten in die Nacht. Zwischen den Bäumen gaukeln farbenprächtige Riesenfalter, und an den Stämmen kann man bizarre Gespenstschrecken entdecken. Die enorm großen Ameisen der Art Camponotus gigas kreuzen überall den Weg des Wanderers, sind aber harmlos. Mit großen Scheinaugen erschrecken manche Raupen mögliche Fressfeinde,  indem sie Schlangen imitieren. Besonders bemerkenswert ist die vielfältige Amphibien- und Reptilienfauna: So verblüfften schon Wallace die Flugkünste eines später nach ihm benannten Baumfrosches (Wallace Flugfrosch, Rhacophorus nigropalmatus), aber auch gleitende Echsen und sogar segelnde Schlangen bevölkern die Wälder. Riesige Pythons und farbenprächtige Vipern, skurrile Baumechsen und winkende Frösche, die sich damit auch optisch an ihren lauten Lebensräumen, schnell fließenden Bächen bemerkbar machen.

Von den Küsten, an denen Meeresschildkröten zur Eiablage kommen und den Mangroven mit Leistenkrokodilen und den hiesigen Drachen – Bindenwarane – bis zum über 4000 Meter hohen Mount Kinabalu mit der üppigen Flora eines Bergnebelwaldes wartet Borneo mit einer Vielzahl an Lebensräumen und Vegetationstypen auf: riesige Urwaldbäume, fleischfressende Kannenpflanzen, Farne, Orchideen und die gewaltige Rafflesia, eine Schmarotzerpflanze mit der größten Einzelblüte der Welt, deren Gestank unsere Nase beleidigt, aber bestäubende Insekten anlockt.
Es ist warm auf Borneo, oft regnet esmanchmal regnet es noch mehr! Das immer feucht-heiße Klima setzte den Forschungsreisenden vergangener Tage zu, ihnen blieb der Rückzug in die erfrischende Umgebung klimatisierter Hotels versagt, ihre Kleidung wurde nie trocken. Wir können die abenteuerlichen Strapazen der naturwissenschaftlichen Pioniere in den  tropischen Breiten heute nur noch erahnen. Aber wir haben noch immer die Chance, viele der Wunder, die die Natur Borneos ausmachen, zu entdecken.

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Frau Natascha Kröger n.kroeger@kneissltouristik.at

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