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Der CODE des Universums

08. September 2018 - 31. Oktober 2018

CERN-Ausstellung in Kooperation mit dem Naturhistorischen Museum Wien
Ab 8. September 2018 auf dem Maria-Theresien-Platz
 
Die mobile Ausstellung „Der CODE des Universums“ zeigt unterschiedlichste Aspekte der Hochenergie-Teilchenphysik und der damit verbundenen Forschungsinstrumente, der Teilchenbeschleuniger. Neben typischen Forschungszielen informiert sie auch über den weltweiten, kooperativen Ansatz, der dieser Art von Forschung zugrunde liegt. Sie will Neugier für Forschungsthemen wecken, die sich mit dem Universum beschäftigen, und das Verständnis für die dazu notwendige Grundlagenforschung fördern, aber auch ins Bewusstsein rufen, dass jeder von solchen Projekten profitieren kann.
 
Die Ausstellung ist als Freiluft-Installation für offene Räume konzipiert und allgemein zugänglich. Großflächige, hintergrundbeleuchtete Foto-Panele in Verbindung mit kurzen erklärenden Texten stellen die Inhalte visuell dar. Die Ausstellung des Europäischen Forschungszentrums CERN wird ab 8. September in Kooperation mit dem NHM Wien auf dem Maria-Theresien-Platz zu sehen sein.
 
Woraus besteht das Universum? Welchen Gesetzen gehorcht es? Wie entstand stabile Materie und damit letztendlich das Leben? Was sind Materie, Energie, Zeit, Information wirklich? Mit diesen und ähnlichen universellen Fragen beschäftigt sich die Hochenergie-Teilchenphysik.
Selbst grundlegende Fragen im Zusammenhang mit der Materie und den Gesetzen, denen diese gehorcht, sind noch offen. Das Higgs-Feld ist ein Energiefeld. Es durchdringt das gesamte Universum. Die Wechselwirkungen von Elementarteilchen mit diesem Feld machen sich als Masse bemerkbar. Das Higgs Boson erscheint als Anregung dieses Feldes, wenn ausreichend Energie aufgewendet wird. Das Higgs Boson hat ebenfalls eine Masse. Wie diese zustande kommt, bleibt jedoch weiterhin ungeklärt.
Das heutige Modell der Teilchenphysik beschreibt nur etwa 5 % der im Universum vorhandenen Materie und Energie. Was ist mit den restlichen 95 %? Die Erforschung der dunklen Materie und dunklen Energie erfordert neue Infrastrukturen.
 
Die Ausstellung befasst sich daher auch mit den dafür notwendigen technischen Fortschritten. So zeigt sie die aktuellen Forschungen an der weltgrößten Maschine, dem Large Hadron Collider (LHC) Teilchenbeschleuniger beim europäischen Labor für Teilchenphysik, CERN, und gibt einen Ausblick auf Entwicklungen für die kommende Generation von Großbeschleunigern.
Die Future Circular Collider (FCC) Studie entwickelt Konzepte für eine neue Teilchenbeschleuniger-Anlage. Viel höhere Energien und Intensitäten ermöglichen es, jene Fragen anzugehen, welche die heutige Physik nicht beantworten kann. Herzstück der Anlage ist ein 100 km langer, ringförmiger Teilchenbeschleuniger.
In diesem Zusammenhang wird auch der Nutzen thematisiert, der für jeden von uns durch diese Forschung entsteht.
So werden Teilchenbeschleuniger auch zur Zerstörung von Tumoren eingesetzt. Die Teilchen geben ihre Energie an einem genau berechenbaren Punkt im Körper ab. Die Teilchenstrahlen können mit einer Genauigkeit von einem Drittelmillimeter gesteuert werden, sodass auch schwer erreichbare Tumore behandelbar sind.
Darüber hinaus ist CERN der Geburtsort des World Wide Web. Da bei Großforschungsprojekten selbstorganisierende Strukturen eine wichtige Rolle spielen, bestand die Notwendigkeit, Informationen unter Projekt-Teilnehmern aus aller Welt einfach und rasch auszutauschen. Mit dem ersten WWW Server begann 1991 für die Menschheit eine neue Ära. Diese Technologie wurde weltweit gratis zur Verfügung gestellt. Denken Sie daran, wenn Sie einen Web Browser öffnen!

CERN: How do we get closer to the Big Bang?
https://www.youtube.com/watch?v=HUGEWoGM_1U