Pressemitteilungen 2018

Experiment Leben - die Gabonionta

Pressekonferenz und Ausstellungsrundgang
am Dienstag, dem 11. März 2014, um 10.30 Uhr

mit
Univ.-Prof. Dr. Christian Köberl (Generaldirektor, NHM Wien)
Prof. Dr. Abderrazak El Albani („Entdecker“ der Gabonionta, Universität Poitiers und CNRS)
PD Dr. Mathias Harzhauser (Geologisch-Paläontologische Abteilung, NHM Wien)

Im Jahr 2010 schlug ein Bericht aus dem Fachjournal „Nature“ ein wie eine Bombe. In 2,1 Milliarden Jahre alten Tonschiefern aus Gabun fand der marokkanisch-französische Geologe Abderrazak El Albani von der Universität Poitiers und dem CNRS (Centre national de la recherche scientifique), dem nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung in Frankreich, die ältesten Fossilien von komplexen, kolonialen Lebewesen.

Das Leben auf der Erde entstand vor etwa 3,8 Milliarden Jahren. Die ersten Organismen waren Bakterien, die mitunter mächtige Matten und Polster bildeten – die Stromatolithen. Lange dachte man, dass diese Bakterienwelt erst vor 580 Millionen Jahren durch die mehrzelligen Lebewesen der Ediacara-Fauna abgelöst wurde.

Die sensationelle Entdeckung der Gabonionta veränderte unser Verständnis der Evolution des Lebens fundamental und verschob den bekannten Beginn der Vielzelligkeit um mehr als 1,5 Milliarden Jahre.

Ab 12. März werden die Gabonionta im NHM Wien – als erstes Museum weltweit – ausgestellt. In zwei Vitrinen werden im Saal 6 die am besten erhaltenen Objekte präsentiert, um die Vielfalt dieses ältesten bekannten Ökosystems zu dokumentieren. Videos zeigen virtuelle 3D-Rekonstruktionen mehrerer Individuen. Diese Animationen basieren auf Micro-CT-Daten und erlauben sensationelle Einblicke in den Innenaufbau von Organismen.

Nähere Infos hier: http://www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/journal.pone.0099438
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Computertomographie und Rekonstruktion der Gabonionta

© Abderrazak El Albani, University of Poitiers
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Die Gabonionta

© Abderrazak El Albani, University of Poitiers
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Zwei Fossilien auf Gestein; deutlich ist der Aufbau aus Zentralkörper und Saum zu erkennen; Bildbreite ca. 5 cm [6]

© Abderrazak El Albani, University of Poitiers
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Gesteinsplatte mit zahlreichen Individuen; Bildbreite 30 cm [4]

© Abderrazak El Albani, University of Poitiers
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Die „Gabonionta“ in Transportkisten

© NHM Wien, Alice Schumacher
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Die „Gabonionta“ in Transportkisten

© NHM Wien, Alice Schumacher
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Die „Gabonionta“ im Naturhistorischen Museum Wien

© NHM Wien, Alice Schumacher
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Die „Gabonionta“ im Naturhistorischen Museum Wien

© NHM Wien, Alice Schumacher
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Die „Gabonionta“ im Naturhistorischen Museum Wien

© NHM Wien, Alice Schumacher
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Die „Gabonionta“ im Naturhistorischen Museum Wien

© NHM Wien, Alice Schumacher
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Prof. El Albani mit Arbeitern im Franceville-Becken [2]

© Abderrazak El Albani, University of Poitiers
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Ausstellungsansicht Gabonionta

© NHM Wien, Hisham Momen
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Prof. El Albani mit Kollegen bei der Geländearbeit [3]

© Abderrazak El Albani, University of Poitiers
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Computertomographie und Rekonstruktion der Gabonionta [5]

© Abderrazak El Albani, University of Poitiers
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Ausstellungsansicht Gabonionta

© NHM Wien, Hisham Momen
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Ausstellungsansicht Gabonionta

© NHM Wien, Kurt Kracher
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Ausstellungsansicht Gabonionta

© NHM Wien, Kurt Kracher
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Ausstellungsansicht Gabonionta

© NHM Wien, Kurt Kracher