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NESAT-Symposium 2014 in Hallstatt

Das NHM Wien und die Salzwelten waren in diesem Mai Gastgeber des renommierten NESAT-Symposiums, zu dem sich Textilforscher unterschiedlicher Disziplinen aus Mitteleuropa alle drei Jahre treffen. Dieses Jahr tauschten sich die Forscherinnen und Forscher aus Textilarchäologie und Historie, Kunsthistorie und Restaurierung, Naturwissenschaft und Handwerk im oberösterreichischen Hallstatt über ihre aktuellen Projekte aus.

 Die meisten textilen Funde, die sich aus prähistorischer Zeit erhalten haben, stammen aus Mooren und Baumsargbestattungen in Nordeuropa. Ihre Erforschung war 1981 Anlass zum ersten Symposium dieser Art. Die Funde aus Hallstatt, vor allem aus dem prähistorischen Bergwerk, ergänzen den Bestand archäologischer Textilien aus Mitteleuropa in besonderer Weise: An ihnen lassen sich aufgrund optimaler Erhaltungsbedingungen nicht nur Web- und Nähtechnik, sondern auch die Färbetechnik untersuchen. Die Farbenpracht, vorrangig der hallstattzeitlichen Textilien, erlaubt den Forschern damit einen einzigartigen Erkenntnisgewinn über das prähistorische Textilhandwerk.

Neben Forschern und Forscherinnen aus Mitteleuropa, die in Hallstatt Einblick in ihre aktuellen Projekte gewährten, besuchten auch Expertinnen und Experten aus Spanien, Griechenland, den USA, Japan, Australien und Neuseeland die Tagung, die international großes Ansehen genießt. Bei herrlichem Wetter besichtigten sie das Hallstätter Salzbergtal und das prähistorische Salzbergwerk und genossen die besondere Atmosphäre des beschaulichen Ortes am Hallstätter See.

(Löw, C. - Grömer, K.)
 
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NESAT

Das Nordeuropäische Symposium für archäologische Textilien (NESAT) versteht sich als ein Forum, in dem Funde oder Themen präsentiert werden, die derzeit in der Textilforschung bearbeitet und interdisziplinär untersucht werden. > mehr
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