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Testanalysen der Keramik aus dem Gräberfeld

Forscher und Forscherinnen der Geologischen Bundesanstalt und der Universität für Bodenkultur in Wien führen zurzeit Testanalysen der Keramik aus dem Hallstätter Gräberfeld durch. Ziel der Untersuchung ist es, die Herkunft der Rohstoffe für die Gefäße zu ermitteln. Daraus sollten sich Erkenntnisse über den Warenaustausch und die heimische Keramikproduktion gewinnen lassen.

Der Austausch von Waren kann aus unterschiedlichen Gründen erfolgen und unter anderem Handelsbeziehungen sichtbar machen, die für das Hallstätter Hauptprodukt Salz nur selten direkt nachweisbar sind. Bei außergewöhnlichen Materialien oder sehr charakteristischer Gestaltung lässt sich die Herkunftsregion der prunkvollen Grabbeigaben des Hallstätter Gräberfeldes in der Regel recht genau eingrenzen. Bei einer Vielzahl der keramischen Produkte gelingt dies jedoch nicht so leicht.

Mit Hilfe der petrografischen Analyse, bei welcher Dünnschliffe von Keramikscherben unter dem Mikroskop ausgewertet werden, untersuchen die Forscher und Forscherinnen daher nun eine kleine Test-Auswahl an keramischen Beigaben aus dem Gräberfeld. Die Rohstoffe, die in den Dünnschliffen dieser Auswahl bislang identifiziert werden konnten, stammten weder aus Hallstatt noch aus dem Hallstätter Hochtal. Auch eine Herkunft aus den Kalkalpen konnte bereits ausgeschlossen werden. Woher die Rohstoffe aber genau stammen, ist noch unbekannt.

(Mandl, G. W. - Löw, C.)
 
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Universität für Bodenkultur

Das Institut für Angewandte Geologie widmet sich unter anderem der Aufgabe, die Erkenntnisse, Methoden und Fortschritte der Geowissenschaften für eine interdisziplinäre Bearbeitung von Fragen bzw. Lösung von Problemen im Rahmen der komplexen Beziehungen zwischen der Geosphäre einerseits und der Tätigkeit des Menschen andererseits nutzbar zu machen. > mehr
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Geologische Bundesanstalt

Die Geologische Bundesanstalt widmet sich unter anderem der Erforschung von Rohstoffvorkommen, Grundwasser und Naturgefahren. Sie nimmt aktiv an zahlreichen internationalen Forschungsprojekten teil. > mehr
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