Pressemitteilungen 2014

GERD LUDWIG - DER LANGE SCHATTEN VON TSCHERNOBYL (14.05. – 01. 09. 2014)

Rückblick: Um 1.23 Uhr nachts am 26. April 1986 unterlief den Mitarbeitern im Kontrollraum des Atomkraftwerks Tschernobyl ein Fehler bei einer Routine-Sicherheitsprüfung. Die Folgen waren eine Explosion und ein Feuer, das zehn Tage lang brannte. Der radioaktive Niederschlag verseuchte mehr als 100.000 Quadratkilometer des umliegenden Landes und vertrieb mehr als eine Viertelmillion Menschen für immer aus ihren Häusern. Bis zu den Vorfällen in Fukushima im März 2011 galt Tschernobyl als schlimmster Atomunfall der Welt. Um 25 Jahre später dieser Tragödie zu gedenken, hat Gerd Ludwig in drastischen Bildern eine visuelle Bilanz gezogen: zu sehen von 14. Mai bis 01. September 2014 in Saal 50 des NHM Wien.

Tschernobyl steht für eine Umweltkatastrophe, deren Nachwirkungen zu den längsten und dramatischsten in der Geschichte der Menschheit zählen. Seit 1993 fotografiert Gerd Ludwig die Umgebung, die verlassenen Gebäude, die hoffnungslosen Menschen. Auch 25 Jahre nach dem GAU ist die Zerstörung weitreichend. Bilder voller Tragik gemahnen in der "heilen" Welt zum Nachdenken.

Zur Ausstellung erscheint ein Buch mit dem Titel „Gerd Ludwig – der lange Schatten von Tschernobyl“ in der Edition Lammerhuber.

Am 14. Mai 2014 findet um 18:30 Uhr im Saal 50 eine Podiumsdiskussion zum Thema statt.

Am Podium:
ao. Univ.-Prof. i. R. Dr. Helmuth Böck (ehem. Betriebsleiter des Forschungsreaktors der österreichischen Universitäten / Atominstitut in Wien)
em. o. Univ.-Prof. Dr. Walter Kutschera (ehem. Vorstand des Instituts für Isotopenforschung und Kernphysik der Universität Wien)
Kurt Langbein (Journalist, Produzent der Doku „Bells of Chernobyl")
Prof. Dr. med. Edmund Lengfelder (Otto Hug Strahleninstitut für Gesundheit und Umwelt e. V., München)
Gerd Ludwig (Fotograf, National Geographic)
Univ.-Prof. Dr. Christian Köberl (MODERATION) (Generaldirektor des NHM Wien)
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 © Gerd Ludwig/ Institute/ Edition Lammerhuber