pressemitteilungen 2012

Ein Käfer namens Spoerri

Gestern Abend wurde im Naturhistorischen Museum Wien die erste Schau des Ausnahmekünstlers Daniel Spoerri in naturwissenschaftlichem Kontext eröffnet. Jede Menge Prominenz war gekommen, um sich Spoerris „inkompetenten Dialog“ anzusehen und das danach stattfindende, umso kompetentere Buffet vom Schwarzen Kameel zu genießen.

 

Nach einem Festvortrag von Kunsttheoretiker Bazon Brock und Eröffnungsworten von BMUKK-Sektionschef Michael P. Franz und dem Schweizer Botschafter Urs Breiter konnten sich die geladenen Gäste von dem Ergebnis der über einjährigen Recherchetätigkeit von Daniel Spoerri in den Depots, Werkstätten und Sammlungen des Naturhistorischen Museums überzeugen. Ausstellungsarchitekt Martin Kohlbauer hat die historischen Säle 16 und 17 in einen eleganten white cube verwandelt, der die Kunst von Daniel Spoerri hervorragend zur Geltung bringt.

 

Gekommen, um sich das gar nicht inkompetente Ergebnis des künstlerischen Schaffungsprozesses anzuschauen, war neben dem Künstler selbst und der Initiatorin und Kuratorin der Schau Margit Berner (wissenschaftliche Mitarbeiter in der Abteilung Anthropologie des NHM) und Kurator Reinhard Golebiowski (Direktor der Abteilung Ausstellung & Bildung des NHM) jede Menge Prominenz: Ex- MAK Direktor Peter Noever, Generalsekretär des KHM Franz Pichorner, die Direktorin der KHM Gemäldegalerie Sylvia Ferino, Direktor der Kunsthalle Krems Hans-Peter Wipplinger, die Direktorin des Spoerri Ausstellungshauses in Hadersdorf am Kamp Barbara Räderscheidt, Zeichner Tex Rubinowitz, Meinhard Rauchensteiner, Kulturberater des Bundespräsidenten, die ehemalige Direktorin des Karikaturmuseum Krems Jutta Pichler, die Künstlerinnen und Künstler Nives Widauer, Mari Otberg, Walter Vopava und Clemens Leuschner und Stephan Kobatsch von Mahony, die Fotografen Lois Lammerhuber und Timotheus Tomicek, Kunstsammler Rudolf Schmutz, die Foto-Experten Johannes Faber und Franz Simak, die Sponsorin Michaela Kamler und der Präsident des mumok Advisory Boards Franz Hesso zu Leiningen sowie mumok Kuratorin Heike Eipeldauer.

 

6-beiniges Überraschungsgeschenk

Als Dankeschön an Daniel Spoerri überreichte NHM Generaldirektor Christian Köberl ein Geschenk der etwas anderen Art: Einen 12 Millimeter großen, ostnepalesischen Bergwaldbewohner mit metallisch blauen Flügeln. Einen Käfer also, der neu ist für die Wissenschaft und ab nun unter dem Namen „Philomyceta spoerrii“ geführt wird. Er ist ebenso ein rares Exemplar, wie der Geehrte selbst: Weltweit gibt es nur drei Exemplare dieser Art.


Martina Walli und das Team des Schwarzen Kameel überraschten die Eröffnungsgäste mit einem mehr als kompetenten Buffet, einem Spoerri Kulinarium bestehend aus handgeschnittenen Schinkenbeinen, Antipasti misti, Oktopus gebraten und geschmort, Tante Jolesch-Krautfleckerln sowie Stellagen, die ganz ähnlich den Ordnungskästen in Museen, variationsreiche Süßigkeit darboten.

Christian Köberl, Daniel Spoerri und das Spoerri-Käfer-Dessert vom Schwarzen Kameel

Foto NHM Wien, Kurt Kracher

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