ausstellungen 2013

„Mensch(en) werden“ - Neueröffnung der Anthropologie-Säle im NHM sowie Jahresrückblick 2012 und Vorschau 2013

Nach über zwei Jahren intensiver Arbeit stehen ab Jänner 2013 der Mensch und seine Entwicklung wieder im Mittelpunkt: die Schauräume 14 und 15 mit den Schwerpunkten aufrechter Gang und Gehirnevolution werden eröffnet.
„Wir haben uns bemüht, die absoluten Top-Funde der letzten Zeit zusammenzustellen“, erzählt Maria Teschler-Nicola, die Direktorin der Anthropologischen Abteilung des NHM Wien. „Wie etwa die im Jahre 2005 entdeckten Zwillinge vom Wachtberg in Krems an der Donau, die, geschützt vom Schulterblatt eines Mammuts, in einem 28.000 Jahre alten Grab der jüngeren Altsteinzeit bestattet wurden.“
„Gezeigt wird eine repräsentative Auswahl von Fossilien, die in diesem Umfang der Öffentlichkeit bisher nicht zugänglich waren“, erklärt NHM-Generaldirektor Christian Köberl, auf dessen Initiative die Neugestaltung zurückgeht. „Highlights für die Besucherinnen und Besucher werden unter anderem Weichteilrekonstruktionen von Australopithecinen, Neandertalern, dem Homo erectus und Homo sapiens sein, eine Morphing- und eine Augmented Reality-Station sowie ein CSI-Tisch, auf dem Besucherinnen und Besucher ein virtuelles Skelett mittels Mikroskop, Lupe oder Röntgen und Isotopenuntersuchung auf Alter, Geschlecht, Krankheiten und Todesursache untersuchen können.“
Als besondere Highlights wurden uns angesichts der Neueröffnung drei 120.000 Jahre alte, originale Neandertaler-Funde aus der Höhle von Krapina für zwei Wochen (29.1.-13.2.2013) zur Verfügung gestellt, wie auch vier fossile menschliche Schädel aus Tel Aviv, darunter das auf ca. 50.000 Jahre datierte Original des Homo neanderthalensis von Amud.
Des Weiteren wollen wir Ihnen anlässlich dieser ersten Pressekonferenz im Jahr 2013 unsere Erfolge der vergangenen 12 Monate präsentieren und einen Ausblick auf unsere zukünftigen Sonderausstellungen und Projekte der Jahre 2013 und 2014 geben.

Saalansicht

Foto: © NHM, Kurt Kracher

Saalansicht

Foto: © NHM, Kurt Kracher

Weichteilrekonstruktionen eines Mannes von der französischen Künstlerin Elisabeth Daynès.

Foto: © NHM, Kurt Kracher

Weichteilrekonstruktionen eines Kindes von der französischen Künstlerin Elisabeth Daynès.

Foto: © NHM, Kurt Kracher

Weichteilrekonstruktion von »Lucy« von der französischen Künstlerin Elisabeth Daynès.

Foto: © NHM, Kurt Kracher

Unter dem Spitznamen »Lucy« wurde ein rund 3,2 Millionen Jahre altes weibliches »Südaffen«-Skelett berühmt. Sie kommt als direkte Vorfahrin der menschlichen Gattung in Frage. Ihren Namen bekam „Lucy“, weil der Beatles-Song „Lucy in the sky with diamonds“ im Radio lief, als die Archäologen ihre Entdeckung feierten.

Vitrine “Der verständige Mensch”

Foto: © NHM, Kurt Kracher


Rekonstruktion der Zwillinge vom Wachtberg

Foto: © NHM, Kurt Kracher

Rekonstruktion der im Jahr 2005 entdeckten Zwillinge vom Wachtberg in Krems an der Donau, die ? geschützt vom Schulterblatt eines Mammuts ? in einem 28.000 Jahre alten Grab der jüngeren Altsteinzeit bestattet wurden.

Rekonstruktion der Zwillinge vom Wachtberg

Foto: © NHM, Kurt Kracher

Hands-On Station im neuen Anthropologie-Saal des NHM.

Foto: © NHM, Kurt Kracher

Thema: Gehirnevolution

Hands-On Station im neuen Anthropologie-Saal des NHM.

Foto: © NHM, Kurt Kracher

Morphing-Station, Besucherin verwandelt sich zum Frühmenschen.

Hands-On Station im neuen Anthropologie-Saal des NHM.

Foto: © NHM, Kurt Kracher

Morphing Station, Besucherin hat sich zum Homo Floresiensis gemorpht.

Augmented Reality Station.

Foto: © NHM, Kurt Kracher

Australopithecus-Pärchen hinterlässt virtuell die berühmten Fußspuren von Laetoli.