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Neugestaltung des Hallstatt-Saales im NHM

Die Prähistorischen Schausäle des Naturhistorischen Museums, die Schauräume 11 bis 13, wurden neu gestaltet. Zusätzlich haben die beiden ältesten Damen des Hauses, die Venus von Willendorf und die „Fanny“ aus Stratzing, in einem eigenen kleinen Raum eine neue Heimstätte gefunden. Außerdem wird nun erstmals die Goldsammlung des Naturhistorischen Museums in einem eigens errichteten Goldkabinett präsentiert. Funde aus Hallstatt sind in Saal 12 zu sehen.

Ein Highlight des Goldkabinetts ist der Goldfund vom Arikogel am Hallstätter See, der im Sommer 2015 im Welterbemuseum Hallstatt ausgestellt wurde. Der Schatzfund besteht aus 14 Schmuckstücken und hat ein Gesamtgewicht von 506 Gramm. Er beinhaltet zwei zusammenhängende Paare reich verzierter Armspiralen und fünf Paare einfacher Spiralringe aus Golddraht. Der Schatz wurde 2011 auf dem Arikogel am Hallstätter See entdeckt und datiert in die Bronzezeit.

Neben diesem Fund vom Hallstätter See werden im Goldkabinett Goldobjekte aus über 6.000 Jahren gezeigt. Ausgestellt sind dort auch die berühmten jungsteinzeitlichen Goldscheiben aus Stollhof an der Hohen Wand aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. und viele weitere Artefakte, von denen manche über hundert Jahre im Tresor gelagert waren.
Die 7.000 jährige Geschichte des Salzabbaues in Hallstatt wird in Saal 12 dargestellt. Themenschwerpunkte sind die Salzgewinnung und der Bergbau ab der Jungsteinzeit, die großen Salzbergwerke der Bronze- und Eisenzeit bis in die Moderne und das weltberühmte eisenzeitliche Gräberfeld. Letzteres ist sowohl mit Funden aus der frühen Forschungsgeschichte als auch mit den spannenden Grabausstattungen der neueren Grabungen vertreten.

Den Kern des neuen Hallstatt-Saales bilden moderne Vitrinen, die es erlauben, auch große Objekte und Dioramen zu präsentieren. Generell wurde bei der Umgestaltung der Schausäle jedoch darauf geachtet, möglichst viele der Originalvitrinen in das neue Ausstellungskonzept zu integrieren. Sie sind als eines der dominierenden Elemente der Innengestaltung ein wichtiger Bestandteil des Gesamtensembles und prägen das traditionelle Ambiente des denkmalgeschützten Hauses.

Seit dem 30.9.2015 sind die neuen Schauräume wieder zugänglich.

(K. Grömer - A. Kern - C. Löw)
 
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