Dinoknochen (Station 15, Saal 10)

 

Was wissen wir über Dinosaurier und woher? Viele Erkenntnisse stammen von Fossilfunden. Anderes, wie z.B. die Farbe von Haut oder Federn, wurde aus Vergleichen mit heute lebenden Vögeln und Reptilien abgeleitet. Hartteile wie Knochen, Krallen, Stacheln, Zähne oder auch ganze Ei-Gelege sind als Fossilien erhalten geblieben. Daneben finden sich auch so genannte Spurenfossilien wie Fährten oder Grabspuren. Schuppen oder Federn sind meist indirekt als Abdruck zu finden.

 

Dinoknochen (Original)

Der Oberschenkelknochen eines Dinosauriers verdeutlicht die enorme Größe dieser Tiere. Der pflanzenfressende Brachiosaurus nutze seinen Größenvorteil um vor Fleischfressern besser geschützt zu sein. Ein vollständiges Skelett aus dem oberen Jura war beispielsweise 23 m lang und Brachiosaurus somit gut 38 t schwer. Durch die Größe bot sich ihm überdies eine bessere Übersicht im Gelände, und das Erreichen von Nahrung aus größeren Höhen wurde möglich. Auch für den Verdauungstrakt bot sich mehr Platz, wodurch pflanzliche Nahrung besser verarbeitet werden konnte. Im Knochengewebe von Brachiosaurus zeichnen sich drei Wachstumsphasen ab, doch vermutlich wuchsen die Giganten Zeit ihres Lebens. Die Wachstumsrate war jedoch bei älteren Tieren geringer.

 

Der fossile Oberschenkelknochen ist versteinert und dementsprechend hart. Das ursprüngliche Material wurde nach und nach durch Minerale ersetzt und Hohlräume ausgefüllt. Die sehr glatte Oberfläche des ausgestellten Knochens ergibt sich durch Abrieb. Die untere, weniger beanspruchte Seite, ist spürbar rauer.

 

Nächstes Objekt: nur wenige Schritte weiter, ebenfalls an der Fensterseite des Saales, sind noch mehr Objekte vom Dino zu entdecken (Dinohaut, Magensteine, Dinolosung).

 

 

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