sammlung mollusca

Kuratorin: Mag. Anita Eschner

Biologisch-Technische Assistentin: Elisabeth Belicic

Sekretariat und Bibliotheksverwaltung: Eva Pribil-Hamberger

 

Die Anfänge der Molluskensammlung reichen ins 18. Jhdt. zurück. Franz Stephan von Lothringen war sehr an den Naturwissenschaften interessiert und erwarb auch viele Schnecken- und Muschelschalen für seine Privatsammlung. Besonders die Sammlung des Florentiners Baillou war sehr umfangreich und bildete auch den Grundstock für das später gegründete k.k. Naturalienkabinett. (vgl. Geschichte der Sammlungen)

 

Zum großen Ansehen, das die Molluskensammlung erlangte, trugen einige Kuratoren und freie Mitarbeiter wesentlich bei. Durch ihre intensive wissenschaftliche Betreuung, Verwaltung und laufende Erweiterung der Sammlung zeichneten sich viele aus, darunter: Ignaz von Born, Carl Megerle von Mühlfeld, Paul Partsch, Georg Ritter von Frauenfeld, Friedrich Brauer, Gustav Schwartz von Mohrenstern, Johann Zelebor, Rudolf Sturany, Wolfgang Adensamer, Walter Klemm, Oliver Paget und Erhard Wawra.

 

Neben unzähligen Sammelreisen vergrößerten auch einige bedeutende Privatsammlungen, die durch Kauf oder Schenkung in die Molluskensammlung kamen (Erwerb), die Molluskenbestände sehr:

Ferdinand Stoliczka (1880), Tommaso Maria Allery Marchese di Monterosato (1889), Gustav Schwartz von Mohrenstern, O.F.Möllendorff, Hippolyt Tschapek (1898), Franz Ferdinand von Österreich-Este, Hans Taurer Ritter von Gallenstein, Jacques Philippe Raymond Draparnaud, Camillo Gerstenbrandt (1915), Alfred Oberwimmer (1952/53), Leo Rusnov (1953), Walter Klemm (1969), Anton Fuchs, Franz Käufel, E. Schlosser, A. Hackl, Karl Uetz (1975) und C. Fietz/ Walderdorff.

 

Zur Zeit umfaßt die Molluskensammlung ca. 700.000 Serien (geschätzte 7 Mio. Stück), - davon ca. 2500 Typen - wovon der Großteil Schalenteile umfaßt. Ca. 2% der Sammlungsstücke (14.397 EDV-mäßig erfaßte Stationen) sind in 75 % Alkohol (oder Formalin) als Ganzes konserviert. Insgesamt gibt es momentan 318 mikroskopische Präparate, großteils Schnittserien, mit 91 Typen. 18 weitere Stationen mikroskopischer Präparate sind mit Gold bedampft für REM-Aufnahmen und beinhalten 8 Typenserien.

 

Die Hauptarbeit in der Sammlung konzentriert sich zur Zeit auf die systematische Bearbeitung und Neuaufstellung von verschiedensten Gastropoden-Gruppen und der EDV-mäßigen Erfassung der einzelnen Arten und Serien. Komplett erfaßt sind zur Zeit die Polyplacophora und die Scaphopoda, einige Familien aus der Gruppe der Archaeogastropoda sowie einige Stylommatophora.

In Vorbereitung sind parallel dazu Typenkataloge und Sammlungskataloge.

 

Aus historischen Gründen werden auch die Gruppen der Brachiopoda (mit 361 Serien), Bryozoa (mit 783 Stationen) und Tunicata (mit 65 Serien) in der Molluskensammlung mitverwaltet, die teilweise als Trockenmaterial, teilweise in Alkohol konserviert aufbewahrt werden.

 

In der Molluskensammlung gibt es eine eigene, sehr umfangreiche Fachbibliothek. Neben zahlreichen Fachbüchern und Sonderdrucken gibt es auch eine große Anzahl an Zeitschriftenserien.


Die Öffnungszeiten der Fachbibliothek der Sammlung Mollusca sind:

MO, MI, FR von 9.00 bis 12.00 Uhr.

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