geologie paläontologie

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saal 10 - sauriersaal

Keine fossile Tiergruppe ist so populär wie die der Dinosaurier. Mehr als 1000 verschiedene Arten dieser ausgestorbenen Riesen wurden bereits gefunden. Sie stellen die größten Tiere dar, die je an Land gelebt haben. Gemeinsam mit den Flugsauriern und den Fischsauriern eroberten sie alle Kontinente, den Luftraum und das Meer. Es ist daher nicht erstaunlich, dass der Saurier-Saal zu den wichtigsten Attraktionen des Naturhistorischen Museums zählt.

Architektonisches Hauptelement des Saales ist ein zentrales Podium, auf dem die großen Skelette von Diplodocus, Allosaurus und Iguanodon von allen Seiten bestaunt werden können. „Belebt“ wird das Podium durch ein Animatronics-Modell eines Allosauriers als Pendant zu dem Skelettabguss eines 150 Millionen Jahre alten Allosaurus fragilis aus Utah. Mit über 6 Metern Länge entspricht das überaus lebensechte und bewegliche Modell der Größe eines Jungtieres dieses gefährlichsten Räubers des späten Jura. Den Luftraum des Saales. beherrscht ein lebensgroßes Modell eines Pteranodon mit 7 Meter Flügelspannweite. Besondere Highlights der Ausstellung sind außerdem das Skelett der Riesenschildkröte Archelon ischyros - der größten bekannten Schildkröte der Welt, ein weiblicher Fischsaurier mit erhaltenen Embryonen und mehrere Flugsaurierskelette.

Die Themenführung versucht, die wichtigsten Errungenschaften der Dinosaurier und verwandter Reptilien zu vermitteln. So verdanken die Reptilien ihren plötzlichen Aufschwung einer genialen Erfindung: dem Ei mit seiner schützender Hülle, in der die Embryos mit Nährstoffen versorgt waren. Ein weiteres Hauptthema sind Federn. Viele verschiedene Dinosaurier besaßen Federn, die wahrscheinlich unabhängig von einander „erfunden“ worden waren. Ein lebensgroßes Modell eines befiederten Deinonychus zeigt, wie stark sich das Bild dieser Reptilien gewandelt hat. Aus einem Zweig der Dinosaurier entwickelten sich im Jura die Vögel. Somit wäre der Kolibri der kleinste Dinosaurier.

Durch aufwendige Computeranimationen werden die Skelette und Fossilien nicht nur „wieder belebt“, sondern auch ihr Umfeld und ihre Lebensweisen erklärt.

 


 

Computeranimationen von 7reasons © NHM Wien