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Das Geschäft mit dem Tod - das letzte Artensterben?

23. Oktober 2013 - 30. Juni 2014

 

Sonderausstellung des NHM in Kooperation mit dem WWF Österreich

 

Die Geschichte des Lebens kennt bislang fünf große Artensterben. Bedingt durch geologische Veränderungen verschwanden bis zu 90% aller Tier- und Pflanzenarten von unserem Planeten. Bekanntestes Beispiel ist das Massensterben am Ende der Kreidezeit, ausgelöst durch den Einschlag eines gewaltigen Meteoriten.

 

Das gegenwärtige Artensterben hat andere Ursachen: der Rückgang der Artenvielfalt durch menschliches Handeln übertrifft natürliche Aussterberaten um ein Vielfaches. Verluste durch direkte Verfolgung von Tieren zur menschlichen Ernährung, aber auch aus Angst oder Konkurrenzdenken, standen am Beginn. Heute sehen Experten vielfach den rasanten Verlust an Lebensräumen und die krasse Übernutzung natürlicher Ressourcen als hauptverantwortlich für den Niedergang der Biodiversität. Auch der viel diskutierte Klimawandel wird in Zukunft erhebliche Auswirkungen auf die Überlebensmöglichkeiten von Tier- und Pflanzenarten haben. Hinzu kommt skrupellose Geschäftemacherei, oft verbunden mit unbeschreiblicher Grausamkeit gegenüber wehrlosen Tieren. Der internationale Handel mit geschützten Arten ist längst fixer Bestandteil organisierter Kriminalität, die Gewinnspannen sind oft höher als im Drogenhandel!

 

Dem Naturhistorischen Museum Wien als Forschungszentrum und Archiv der Artenvielfalt kommt in dieser Thematik eine besondere Verantwortung zu. Besucherinnen und Besucher der Sonderausstellung sollen informiert und mögliche Auswege aus der Krise aufgezeigt werden. Eine Ausstellung die niemanden kalt lässt!

 

Mit Unterstützung der Österreichischen Lotterien

 

Angebote für Schulklassen

Das Geschäft mit dem Tod

Ausstellungsrundgang ab der 5. Schulstufe, 1 Stunde

 

"Gemma shoppen" - eine Anleitung zum Kaufen mit Grips

Aktionsführung ab der 5. Schulstufe, 1,5 Stunden

 

Mammut, Dodo, Beutelwolf. Geschichten über ausgestorbene Tiere

Führung für die 1.-4. Schulstufe, 1 Stunde

in Teilbereichen der Ausstellung und in den zoologischen Schausammlungen